Ausbildung in Transaktionsanalyse


Die Ausbildung in Transaktionsanalyse ist praxisorientiert. Die Theorie wird erarbeitet, durch Übungen erfahrbar gemacht und mit den individuellen Erfahrungen der Teilnehmenden verknüpft.Die Ausbildungen sind gedacht für Personen, welche sich geschäftlich oder privat vertieft mit der Analyse und der gezielten Förderung von Persönlichkeit, Kommunikation und Entwicklung befassen möchten. Ziel jeder transaktionsanalytischen Arbeit ist eine Erhöhung der Autonomie und Kompetenz.Die Ausbildungsdaten, Orte und Kosten varieren je nach Anbieter.Zur Liste der AusbilderInnen und Ausbildungsinstitute

Einführungskurs 101

Im Einführungskurs wird ein erster Überblick über die Theoriemodelle der Transaktionsanalyse vermittelt.

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Grundausbildung

Nach dem Einführungskurs (101) wird zuerst die Grundausbildung absolviert. Während einer Zeitdauer von 60 bis 70 Tagen, verteilt auf drei Jahre, werden theoretische Grundkenntnisse erworben, Selbsterfahrungselemente zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung erlebt und mit Supervision und Intervision die berufliche Kompetenz im Umgang mit Menschen und Systemen erweitert.

Bestätigung Praxiskompetenz

Nach der dreijährigen Grundausbildung bei anerkannten Lehrenden (TSTA oder PTSTA) erteilt die DSGTA eine offizielle Bestätigung (Praxiskompetenz). Sie belegt den Abschluss der transaktionsanalytischen Grundausbildung nach den von der Ausbildungs- und Prüfungskommission APK beschlossenen Ausbildungsnormen.

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Fortgeschrittenenausbildung

In der Regel sind das 30 bis 50 Tage, verteilt auf zwei bis vier Jahre. Während dieser Zeit wird ein EATA-Weiterbildungsvertrag (Prüfungsvertrag) abgeschlossen. Ziel ist es, das transaktionsanalytische Wissen (Theorie, Praxis, Selbsterfahrung) zu vertiefen und im Berufsfeld kompetent anzuwenden. Weiter ist wichtig, dass die Grundsätze der Transaktionsanalyse in die eigene Persönlichkeit und in die Professionalität integriert werden.

Die Dauer der Weiterbildung ist vom gewählten Anwendungsbereich, von der in diesem Bereich bereits erworbenen Grundausbildung und Berufserfahrung sowie von der zeitlichen Dichte abhängig, in welcher die verschiedenen Ausbildungselemente – Theorievermittlung, Supervision, Selbsterfahrung, Praxis, sowie gegebenenfalls Eigentherapie – durchlaufen werden.

Prüfung CTA

Die Fortgeschrittenenausbildung wird mit der schriftlichen und mündlichen Prüfung zur zertifizierten Transaktionsanalytikerin / zum zertifizierten Transaktionsanalytiker abgeschlossen.

Weiterbildung zur Lehrberechtigung in Transaktionsanalyse

Transaktionsanalytikerinnen/Transaktionsanalytiker können den Titel TA-Instruktor erwerben und von der EATA anerkannte Einführungskurse (TA-101) durchführen.

Zwei Jahre nach der CTA-Prüfung haben sie die Möglichkeit, einen international durchgeführten Training Endorsement Workshop(TEW) zu absolvieren und einen EATA-Ausbildungsvertrag TSTA abzuschliessen. Dieser Vertrag berechtigt, den Titel «Provisorische Lehrende Transaktionsanalytikerin / Provisorischer Lehrender Transaktionsanalytiker PTSTA» zu tragen, die Mitgliedschaft als Lehrendes Mitglied PTSTA zu erwerben und international anerkannte Aus- und Weiterbildung in Transaktionsanalyse anzubieten.

Nach bis zu sieben Jahren Lehrtätigkeit wird mit der Lehrendenprüfung der Titel «Lehrende Transaktionsanalytikerin / Lehrender Transaktionsanalytiker TSTA» erworben.

Ausbildungselemente

Theorie
Erlernen der Konzepte und Methoden der Transaktionsanalyse und deren Anwendung im Beruf. Ergänzend dazu geeignete Konzepte und Methoden aus angrenzenden Theorien, die im Anwendungsfeld bedeutsam sind.

Supervision
Supervision ist geeignet, die berufliche Kompetenz im Umgang mit Menschen und Systemen unter Anwendung der Transaktionsanalyse zu erweitern. In Supervisionen werden die in der Berufspraxis entstandenen Fragen, Themen oder Problemstellungen bearbeitet. Es geht darum, andere und eigene Grenzen wahrzunehmen und einen professionellen Umgang damit zu entwickeln. Mit Hilfe von Supervision können Konflikte wahrgenommen, analysiert und Lösungsansätze erarbeitet werden.

Die Ausbildungskandidat/innen werden zunehmend selbst die Rolle der Supervisorin/des Supervisors übernehmen und ihre Kompetenz als Berater/in erweitern.

Intervision
Zur Ausbildungsanlage gehören Intervisionsgruppen. In diesen sich selbst organisierenden Kleingruppen können sich die Ausbildungskandidat/ innen gegenseitig unterstützen. Ausserdem dienen sie dazu, berufliche und persönliche Lernziele zu erreichen. In den Gruppen ist es möglich, Probleme und Schwierigkeiten, welche die Ausbildung oder den beruflichen Alltag betreffen, zu besprechen und Lösungsansätze zu entwickeln. Ausserdem ist es ein Raum, in dem Theorien diskutiert werden können.

Selbsterfahrung
Mit Hilfe der Selbsterfahrung wird der eigene Bezugsrahmen reflektiert. Entscheidungen aus der Kindheit, alte Muster und Vorurteile können bewusst gemacht, hinterfragt und verändert werden.

Ausbildungs- und Prüfungskommission

Die APK ist mit verschiedenen Kommissionen innerhalb wie auch ausserhalb des transaktionsanalytischen Arbeitsfeldes in Kontakt, verfolgt den Wandel in der Aus- und Weiterbildung und ist wo immer sie kann aktiv daran beteiligt.

Um den Informationsfluss zu gewährleisten, wird jährlich ein Bulletin mit Informationen
und Empfehlungen bezüglich Ausbildung, Prüfungen, Anerkennung und Forschung veröffentlicht.

Das APK Bulletin steht zum Download auf der SGTA-Website bereit.